Hans mein Igel    Theaterstück nach dem Märchen der Brüder Grimm

Er war ganz anders, als sie ihn haben wollten. Doch war er das wirklich? Vielleicht sah er nur so aus.
Anders.

Hans mein Igel muß kämpfen um die Chance, sich und der Welt zu beweisen, was in ihm steckt, wer er – unter seinen Stacheln – wirklich ist. Er stößt auf Ablehnung, Gleichgültigkeit, sogar Betrug, erlebt aber auch Aufrichtigkeit und Loyalität.
 

In einer stimmungsvollen und textgetreuen Mischung aus Erzählen und Figurentheater erwacht das Grimmsche Märchen zu Leben.
 

Wie der Kinderpsychologe Bruno Bettelheim darlegt, kommt im Leben eines jeden Kindes der Punkt, an dem es sich von seinen Eltern ungeliebt fühlt. Das geschieht spätestens dann, wenn die Eltern anfangen Forderungen zu stellen. In dieser Situation können sich die Kinder mit Hans identifizieren, und Hoffnung schöpfen aus seinen Erlebnissen.

Auch Schulkinder fürchten die Ablehnung, so dass auch sie in dem Märchen Trost finden können. Sie begreifen aber auch schon – wenn auch unbewusst – daß die Stacheln nicht unbedingt körperlich zu verstehen sind, und daß man seine Igelhaut abstreifen, ja, verbrennen muß, um zu zwischenmenschlichem Glück zu gelangen. Eine Botschaft, die umso bedeutsamer ist in einer Gesellschaft, in der »cool« sein erwartet wird.

Der Erwachsene allerdings erlebt in dem Märchen das düstere Schicksal eines Mannes, der sein Kind nur zu Selbstbestätigung zeugt. Das Märchen könnte seine heilsame Wirkung aber nicht voll entfalten, ginge es nicht am Ende gut aus. So hält es letztendlich auch für den Erwachsenen eine Lösung bereit; ein Rezept, dass sich auf überraschende Weise mit den Erkenntnissen der modernen Psychologie deckt …

Die Inszenierung verzichtet bewußt auf »Action« und vertraut ganz der Kraft der alten Worte und den eindrucksvollen und kontrastreichen Bildern.

Diese Inszenierung wurde gefördert durch die Bezirksregierung Lüneburg und das
Land Niedersachsen.
 

Das Team:

Spiel:

 Sylvia Hepe

Regie:

 Michael Benecke

Figuren:

 M. Benecke nach Entwürfen von Sylvia Hepe

Bühne:

 Michael Benecke

Musik:

 Karl F. Parnow-Kloth